Der Garten im Juni

Im Juni gibt der Garten alles und zeigt sich von seiner schönen romantischen Seite...

Im Juni blüht nicht nur der Frauenmantel in seinem zarten Gelb. Während sich überall in unserem Garten eine meiner Lieblingspflanzen ausbreitet: der Fingerhut, fangen die Strauchrosen an Gas zu geben. Sie sorgen für ein wahres Spektakel in diesem Monat. Die Pfingstrosen öffnen so langsam, und etwas spät, ihre schweren Köpfe und auch die Kletterrosen, die es in unseren Apfelbaum bis ganz nach oben geschafft haben, stehen in voller Blüte. Ein herrlicher Anblick!

Die David Austin Ramblerrose erinnert an rosa Popcorn

Ein heller, luftiger Junistrauß könnte bestehen aus:
• Frauenmantel, der sich in der Vase gut als luftige Basis eignet.

• Dazu kommen ein paar, kurz vor der Öffnung stehende Blüten der Pfingstrose. Sie geben dem Strauß Substanz.

• Ein einzelner Fingerhut, in einer passenden Farbe macht aus dem Juni-Blumenstrauß ein ganz besonderes Bouquet.


Zum Anbau

Alle diese Blumen wachsen ohne viel Pflegeaufwand im Garten.

Die Pfingstrose braucht die ersten Jahre nach der Pflanzung etwas Zeit, bis sie in voller Blüte steht. Dann belohnt sie uns Gärtner mit schweren duftenden Blütenköpfen.

Den zweijährigen Fingerhut ist anspruchslos. Er versäht sich sehr gut alleine. Ich helfe ihm, in dem ich ihn, nachdem er abgeblüht und vertrocknet ist, lose in meinen Beeten aussäe. Dazu schneide ich die gesamten vertrockneten Stängel und schüttele die feinen Samen einfach an jeden Platz, wo er wachsen darf. So helfe ich ihm bei seiner Vermehrung.

Frauenmantel ist auch eine absolut anspruchslose Pflanze und gedeiht sowohl an sonnigen, als auch an halbschattigen Plätzen. Außerdem ist sie ein wunderbares Heilkraut für Frauen. Aus ihr lässt sich Tee und Auszüge erstellen.

Ramblerrosen sind kletternde Rosensorten, mit besonders dünnen und biegsamen Trieben. Dadurch erreichen sie schnell eine beachtliche Höhe, lassen sich aber auch sehr gut in Form bringenb. Sie blühen meist einmal im Jahr. Mag man geöffneten Blüten, sticht für mich die duftende weiße „Lykkefund“, ein Rambler mit stachelfreien Trieben, hervor. An ein Spalier, Rosenbogen oder einen Baum gebunden, klettern die Rosen unermüdlich und schenken bei wenig Aufwand viele Jahre Freude.

Mit ein bisschen organischem Dünger im Frühjahr und dem leichten Rückschnitt alter, sehr lang wachsender Triebe, oder brauner Triebspitzen, hält sich der Pflegeaufwand in Grenzen.

Die „Lykkefund“ (links) erreicht schnell eine beachtliche Höhe
Ein Strauß aus einzelnen Pfingstrosen wirkt imposant

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