Midsommar in Wismar

Eine Stadt wie aus dem Bilderbuch und ein Kurzurlaub zum Träumen...

Jedes Jahr mache ich mit meiner Mutter mindestens eine kleine Reise. Nur wir zwei, ganz allein, irgendwo hier im Norden. Dabei besuchen wir immer wieder gerne Orte, die Geschichten erzählen. Wismar ist so ein Ort.

Die Stadt am Meer ist Weltkulturerbe und wenn man sie besucht, empfängt sie einen mit offenen Armen. Wismar ist bunt und freundlich. Sie hat die Bodenständigkeit Mecklenburgs, einen uralten Charme und eine Fülle an Orten, die uns als Besucher haben staunen lassen. Egal ob Museum, Café, Shops oder Natur – Wismar hat viel von alledem zu bieten.

Wir machten uns zur Sommersonnenwende auf, um diese wunderschöne Stadt im Norden Mecklenburg-Vorpommerns zu erkunden.

Wohnen an der Schweinsbrücke, mit Blick auf St. Nikolai

Ich fand ein wirklich süßes airbnb Apartment, im Herzen Wismars. Direkt an der Schweinsbrücke gelegen, hatten wir hier nicht nur einen super Ausgangspunkt für alle unsere Ausflüge, wir genossen außerdem einen herrlichen Blick auf die Kirche St. Nikolai. Der Besitzer der geschmackvoll eingerichteten Wohnung führt unten im Haus einen kleinen Laden und so fühlten wir uns außerdem auch gut umsorgt und hatten bei Fragen einen Ansprechpartner vor Ort.

(Du möchtest wissen, wo wir geschlafen haben? Such doch auf airbnb mal nach „Apartment Wismar Schweinsbrücke“ dann wirst du es sicher finden.)

Über die Schweinsbrücke wurden im Mittelalter Schweineherden in die Stadt getrieben, um sie auf dem Markt zu verkaufen. Ihre vier Bronzeskulpturen erinnern daran und machen die Brücke zu einem beliebten Touristenspot. Denn die sind so süß, dass man gar nicht drumherum kommt, stehen zu bleiben und zu staunen. Und Glück soll es obendrein auch bringen die „Glückssau“, eine der Skulpturen zu streicheln.

Zu süß, um sie nicht zu streicheln – die Schweineskulpturen auf der Schweinsbrücke

Ein Auto war all die Tage nicht notwendig – wir hätten sogar sehr einfach mit dem Zug anreisen können. Denn die Innenstadt liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt und sowieso ist alles in Wismar entspannt zu Fuß zu ereichen.

Ein Café um die Ecke hatte es uns besonders angetan und so aßen wir jeden Morgen im Café Glücklich und starteten von dort aus wirklich glücklich unser Tagesprogramm.

Ein guter Start in den Tag im Café Glücklich

Zunächst zog es uns auf einen Bummel in die Innenstadt. Neben vielen bekannten Marken findet man in Wismar außerdem eine Menge inhabergeführte Geschäfte, mit allerlei schönen Dingen. So kann ein Spaziergang durch die zahlreichen Geschäfte schonmal einen halben Tag dauern.

Im Schabbelhaus, dem stadtgeschichtliche Museum, besuchten wir eine Ausstellung, die mit ihren Exponaten viel über die Geschichte Wismars erzählt. Die St.-Marien-Kirche lud uns im Außenbereich zu einer kleinen Ausstellung diverser Skulpturen ein und im Welterbe-Haus wollte ich natürlich unbedingt das „Tapetenzimmer“ sehen.

Exponate im Schabbelhaus
Tapetensaal im Welterbe-Haus und Skulptur im Hof der St. Marien Kirche

Es war heiß, die Tage. So war der Besuch der kühle Gemäuer der Kirche St. Nikolai eine wirkliche Wohltat. Direkt an der Schweinsbrücke gelegen, empfang sie uns mit wunderschönen Klängen. Wir entdeckten kleine Nischen, in denen es Platz zum Spielen und einen Bücherbasar gab und wandelten ehrfürchtig durch die großen Hallen.

Ein Bücherbasaar in einer der vielen schönen Kirchen Wismars

Kunst ist in Wismar allgegenwärtig. Sowohl innerhalb der Kirchen als auch an diversen anderen Plätzen.Und so hatten wir ständig etwas zu sehen, während wir einfach durch die Stadt schlenderten. Wir konnten uns kaum satt sehen, an den wunderschönen, alten Häusern, an denen Wismars Handels-Geschichte teilweise noch in alten Lettern an den Fassaden hängt.

Wismars schöne Fassaden

Sowohl zum Mittag als auch Abendessen bot uns Wismar viele tolle Restaurants und fantastische Fischgerichte. Denn das ist etwas, das ich in Städten am Meer sehr oft vermisse: Speisen mit lokalem Fisch. Dabei sollte man sich nicht nur auf die bekannten und touristischen Restaurants, wie dem Alten Schweden, oder die Seeperle, direkt am Hafen stürzen. Es gibt viele andere Restaurants mit unterschiedlichem und hervorragendem Angebot.

Café Fika, mit gemütlichem Hinterhof

Hinter jeder Ecke wartete außerdem ein weiteres schönes Café, teils mit gemütlichen Innenhöfen. Die Zeit reichte gar nicht aus, um alle kulinarischen Angebote wahrzunehmen.

Die Tage waren heiß und die warmen Nächte mit all den offenen Cafés und Bars luden zum Spazieren und einkehren ein. Die Straßen waren zu jeder Zeit angenehm gefüllt und ein warmes, einladendes Flair begleitete uns während unseres Besuchs.

Zur Sommersonnenwende ist Wismar einen Besuch wert

Für einen Kurzurlaub eignet dich Wismar allemal. Während eines längeren Aufenthalt bietet es in der Umgebung sowohl das Meer als auch ein Schwimmbad und weitere kleine Städte, in die sich ein Tagesausflug lohnt.

Wir waren für ein langes Wochenende in der Hansestadt und nach der kurzen Zeit so erholt wie nach kaum einer anderen Reise. Wismar hat eine ganz besondere Ausstrahlung und was man hier spürt, ist die Hingabe und Liebe, mit der die Bewohner ihre Stadt zu einem besonderen Ort in Mecklenburg-Vorpommern machen.

Wir möchten auf jeden Fall wiederkommen und freuen uns auf den nächsten Besuch.

Weitere Tipps für Ausflüge findes du auf der offiziellen Webseite der Stadt.

Der Hafen in Wismar geht schlafen

Wusstest du, dass Wismar Drehort für einen Klassiker der Filmgeschichte war?

Für „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ diente Wismar nicht nur als Vorlage für die fiktive Stadt Wisborg, diverse Orte in Wismar waren sogar Schauplatz für die Dreharbeiten des Stummfilms.

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